Online-Banking - Wer haftet wenn es Probleme gibt?
Online-Banking wird immer beliebter, denn die Vorteile liegen auf der Hand: Keine räumlichen und zeitlichen Einschränkungen, keine Transaktionsgebühren. Diejenigen, die jetzt noch zweifeln, hadern zumeist mit der Sicherheit. Und auch wenn die Banken immer wieder betonen, dass Online-Banking sicher ist, wer haftet eigentlich, wenn doch mal etwas schief geht?
Was passiert, wenn Ihr Konto leergeräumt wird und keiner weiß, wie und von wem? Natürlich muss die Bank haften, wenn ihr eigener Computer angegriffen wurde. Was aber passiert, wenn Sie aller Sorgfaltspflicht nachkommen und Sie trotzdem Opfer eines Hackerangriffs werden? Erkundigen Sie sich daher bereits im Vorfeld genau nach den Haftungsbestimmungen der jeweiligen Bank.
Gehen Sie auf keinen Fall auf eine ’verschuldensunabhängige Haftung’ ein, bei der Sie bis zur Sperrung des Kontos für alle entstandenen Schäden aufkommen müssen. Achten Sie zudem darauf, dass ein Maximalbetrag für die Kundenhaftung vereinbart wird. Akzeptabel sind Regelungen, in denen Sie als Kunde nur zur Verantwortung gezogen werden, wenn bestimmte Sorgfaltspflichten verletzt wurden. Zu den üblichen Sorgfaltspflichten gehören die Überprüfung eingegebener Daten ebenso wie das sichere Verwahren von Geheimnummern, Chipkarten oder Disketten sowie eine sofortige Sperrung derselben, wenn ein Verdacht auf Missbrauch besteht.
Vorsicht: Die Bank übernimmt keine Haftung für falsch ausgefüllte Überweisungen. Sobald Sie eine Online-Überweisung getätigt haben, sind Sie auch verantwortlich für die Richtigkeit der eingegebenen Daten.
Wichtig: Im Falle eines Falles müssen Sie unverzüglich Bank und Polizei von den Vorkommnissen in Kenntnis setzen.

