Welcher Kartentyp sind Sie?
Sie öffnen Ihr Portemonnaie und Ihnen kommt eine Flut von bunten Bank-Karten entgegen, mit der Sie jederzeit und an jedem Ort der Welt an Bargeld kommen oder bezahlen können. OK, es liegt Nahe, Sie jetzt in die Kategorie „Geldverschwender“ einzuordnen mit der Tendenz bei mehr als fünf Karten den Überblick zu verlieren. Oder gehören Sie zu den Glücklichen, die eine aufgeräumte Geldbörse mit einer EC-/MAESTRO- und einer Kreditkarte besitzen? Herzlichen Glückwunsch, Sie haben erkannt, dass zwei Karten im Grunde ausreichen.
Was die einzelnen Bank-Karten bieten, welche Vor- und Nachteile sie haben und welche Sie wirklich brauchen:
Bankkarte ohne Zahlungsfunktion
Sie wird von Ihrer Bank ausgegeben und ermöglicht Ihnen das kostenlose Abheben von Bargeld an institutseigenen Automaten. Diese Karte ist kostenlos und daher auch für Jugendliche und/oder Berufseinsteiger interessant. Der Nachteil ist jedoch, dass diese Karte NUR in den Filialen und an den Geldautomaten der eigenen Bank eingesetzt werden kann. Die Karte besitzt KEINE Zahlungsfunktion.
EC-/MAESTRO-Karte
Sie zählt zu den Standardkarten in Deutschland. Die offizielle Bezeichnung lautet nach der Abschaffung des Euroschecks „MAESTRO“, der Begriff EC-Karte wird jedoch allgemein hin im Zusammenhang mit dem „Electronic-Cash“ weiterverwendet.Die MAESTRO-Karte wird fast überall akzeptiert und wird zunehmend auch international einsetzbar. Allein in Europa gibt es derzeit rund 1,65 Mio. Akzeptanzstellen. Es kann an allen EC-Automaten Geld abgeholt werden, allerdings ist die Abhebung nur an den Automaten der eigenen Bank und deren Partner kostenfrei. Fremdinstitute erheben für jede Aktion Gebühren. Der Einsatz der Karte beim Einkauf ist für den Kunden kostenfrei. Allerdings wird mit jeder Zahlung das Konto sofort belastet. Leider sind die Haftungsregelungen bei gestohlener Karte und dem unberechtigten Einsatz mit einer PIN-Nummer nicht sehr übersichtlich. Die MAESTRO-Karte kostet etwa 10 Euro pro Jahr, diese sind dabei teilweise in der Konto-Gebühr enthalten.
Kreditkarte
Sie werden von spezialisierten Unternehmen angeboten. Die bekanntesten sind MasterCard, Visa und American Express. Kreditkarten können weltweit zur Bezahlung eingesetzt werden. Bei Zahlungen im Ausland garantiert sie die günstigsten Devisenkurse. Sie ist auch als Sicherheit einsetzbar zum Beispiel beim Autoverleih anstelle einer Kaution. Im Internet ist die Kreditkarte bereits zur wichtigsten Zahlungsform geworden. Innerhalb von Deutschland ist der Einsatz für den Kunden kostenfrei, im Ausland wird 1 Prozent auf den Kaufpreis aufgeschlagen.
Das Konto wird nicht sofort belastet, die Abrechnung erfolgt einmal im Monat und wird dann vom Girokonto abgebucht. Für den Kunden bedeutet dies einen zinsfreien Kurzkredit. Bei Diebstahl haftet der Kunde - wenn kein Eigenverschulden vorliegt - mit höchstens 50 Euro. Eine schnelle Meldung des Verlusts ist hierbei wichtige Voraussetzung! Nachteilig ist, dass Kreditkarten nicht überall akzeptiert werden, da die Händler eine Gebühr in Höhe von 3% des Umsatzes an das Kreditunternehmen abführen müssen. Das Abheben von Bargeld ist mit einer Kreditkarte sehr teuer – in der Regel muss man hier mit 1 Prozent des Umsatzes – mindestens aber 5 Euro – rechnen. Eine Kreditkarte kostet etwa 20 Euro Jahresgebühr.
Wichtig ist für alle Karten, dass diese im Falle des Verlustes oder eines Diebstahls schnellstmöglich gesperrt werden. Die Finanzplattform forium.de bietet einen „Notfall-Pass“ im praktischen pdf-Format zum Ausdrucken an, der alle wichtigen Sperr-Nummern übersichtlich aufbereitet enthält. Einfach ausdrucken und einstecken!

