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Girokonto / Sparkonto

Das Girokonto heißt zwar Konto, bringt aber in den seltensten Fällen Zinsen und fällt damit eher unter Zahlungsformen als unter Geldanlagen.

Alter Klassiker unter den Sparformen ist das Sparbuch. Eine sichere Geldanlage, gebührenfrei und in bestimmten Grenzen jederzeit problemlos verfügbar: Vom Sparbuch kann man bis zu 1.500 € im Monat ohne Strafzinsen abholen. Die gesetzliche Kündigungsfrist beträgt drei Monate, wenn man mehr Geld braucht. Wer sich auf längere Kündigungsfristen einlässt, bekommt auch höhere Zinsen. Als eiserne Reserve für finanzielle Engpässe sollte das Sparbuch mit gut zwei Monatsgehältern ausgestattet sein.

Favorit ist das Sparbuch vor allem bei der älteren Generation, denn das Sparbuch ist bekannt und damit kann man nicht viel falsch machen.Mittlerweile ist das Sparbuch allerdings zum Mottenpfiffi unter den Sparformen geworden: schlechte Rendite und bei anderen (rentableren) Sparformen komme ich auch schnell an mein Geld.

Sondersparformen auf Konten
Sparkonten können mit der Vereinbarung von bestimmten Voraussetzungen vom Sparbuch zur gewinnbringenden Anlage werden. Längere Kündigungsfristen, höhere Sparbeträge oder regelmäßige Einzahlungen sind möglich und werden dann von der Bank mit höheren Zinsen belohnt.

Besonders ist hier allerdings darauf zu achten, wann der Kunde über die Zinsen verfügen kann. Wenn diese nämlich erst zum Ende der Vertragslaufzeit verfügbar sind, müssen sie auch erst dann versteuert werden. Das kann ins Auge gehen, denn wenn statt jährlichen 1.500 € – die ja noch unter den Sparerfreibetrag fallen – nach drei Jahren plötzlich 4.500 € Zinsen anfallen, von denen abzüglich Sparerfreibetrag von 1.550 € noch gute 2.950 € zu versteuern sind, schrumpft die Rendite ja doch ziemlich zusammen.

Angeboten werden als Sondersparformen auf einem Sparkonto zum Beispiel:

Festzinssparen
Wenn ein Mindestbetrag – ab 500 oder 1.500 € ist die Regel – auf dem Sparkonto liegt, gibt es mehr Zinsen. Fällt das Guthaben unter diese Grenze, wird nur noch der übliche Sparbuchzinssatz gezahlt.

Festgeldkonto
Wer mindestens 5.000 € für bis zu drei Monate festlegen will, bekommt auf dem Festgeldkonto gute Zinsen. Allerdings muss das Geld mindestens 30 Tage liegen und man hat in aller Regel keine Möglichkeit, vor Ablauf darüber zu verfügen.

Ratensparen
Wer monatlich regelmäßig kleinere Beträge sparen kann und will, der kann dies über einen Sparplan tun. Die Zinsen sind höher als auf dem normalen Sparbuch, Bonuszahlungen gibt es auch, bei einigen Kreditinstituten jährlich, bei anderen erst am Ende der Laufzeit. Hier ist aber der kritische Vergleich zwischen den angebotenen Varianten geboten, denn die Konditionen variieren und die Gesamtrendite der Anlage wird erst dann deutlich, wenn man sich die einzelnen Positionen genau durchrechnet.

Wer vorzeitig an sein Geld heran will, muss damit rechnen, dass ihm der Bonus flöten geht. Da kann es die bessere Alternative sein, ein Kreditinstitut zu wählen, welches den Bonus jährlich statt zum Ende der Laufzeit zahlt.

 

 

 

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