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Bundesschatzbriefe

Bundesschatzbriefe sind Schuldverschreibungen des Bundes. Als Inhaberschuldverschreibungen erfolgt ihre Verbriefung durch Eintrag in das Bundesschuldbuch.

 

Ab 50 € (Typ A) bzw. 25 € (Typ B) sind sie zu haben, mit einer Laufzeit von sechs oder sieben Jahren. Die Zinsen sind progressiv gestaffelt und steigen über die Laufzeit an.

 

Der Anleger kann zwischen zwei Anlageformen wählen: Typ A sind Wertpapiere mit laufender Zinsauszahlung und Typ B mit auflaufenden Zinsen und Zinseszinsen, die erst am Ende der Laufzeit gutgeschrieben werden. Hierin liegt aber auch der Nachteil des Typs B: Die Zinsen werden erst zum Ende der Laufzeit gutgeschrieben und versteuert, d.h. über die Jahre der Laufzeit kann der Sparerfreibetrag nicht genutzt werden, am Ende reicht er dagegen nicht aus und auf den übersteigenden Ertragsanteil müssen Zinsen entrichtet werden.

 

Der Kauf oder Verkauf von Bundesschatzbriefen muss über Bank, Sparkasse oder Landeszentralbank laufen, kostet den Käufer / Verkäufer jedoch keinen Pfennig an Spesen oder Gebühren, denn die Kreditinstitute holen sich die Provision direkt beim Staat. Lediglich bei der Aufbewahrung heißt es aufpassen: Gebührenfrei sind Verwaltung und Aufbewahrung nämlich nur, wenn Sie Ihre Bank beauftragen, die Papiere bei der Bundesschuldenverwaltung zu deponieren. Sonst fallen im Bankdepot die üblichen Depotgebühren an, Die Bundesschatzbriefe werden, da sie nicht an der Börse gehandelt werden, mit dem Nennwert gekauft und verkauft.

 

Staatsanleihen, Kassenobligationen, Bundesobligationen oder Kommunalanleihen bzw. Kommunalobligationen heißen weitere, den Bundesschatzbriefen ähnliche, von oder im Namen und auf Rechnung von staatlichen Stellen herausgegebene, über Kreditinstitute verkaufte Anleihen. Eine feste Verzinsung, aber variable Ausgabekurse erleichtern den (Weiter-)Verkauf auch während der Laufzeit. Ansonsten wird das Wertpapier zum festgelegten Datum zum Kurs von 100 Prozent zurückgezahlt.

 

Sparbriefe, Bank- und Sparkassenobligationen, Pfandbriefe

 

Das bankeigene Gegenstück zum "staatlichen" Bundesschatzbrief sind die Sparbriefe der einzelnen Geldinstitute, Bank- oder Sparkassenobligationen oder Pfandbriefe. Sie würden die Banken ja lieber an den Sparer bringen, bringen sie ihnen, den Banken, doch höhere Renditen.

 

Vorteil dieser Geldanlage: Erwerb, Verwaltung und Aufbewahrung bei der ausgebenden Bank sind kostenfrei. Die Mindestanlage beträgt in der Regel 2.500 €, die Laufzeiten liegen meistens bei zwei, vier oder sechs Jahren und für die Anlagedauer wird ein fester Zinssatz gezahlt, der entweder jährlich ausgeschüttet oder thesauriert, d.h. über die Laufzeit angesammelt und verzinst wird.

 

 

 

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