Die Bedeutung von Zinsen bei Lebensversicherungen
Die aktuelle Situation der Lebensversicherer hat mitunter zu Verwirrung bei den Verbrauchern geführt. Immer wieder ist im Zusammenhang mit Lebensversicherungen die Rede von verschiedenen Zinsangaben. Verbraucher kämpfen mit Schlagworten wie „Garantiezins“, Nettoverzinsung“ und „Vertragsverzinsung“. Aber was genau verbirgt sich hinter den einzelnen Begriffen? Eine kleine Übersicht soll hier Klarheit schaffen.
Der Höchstrechnungszins
Hier werden verschiedene Begriffe synonym verwendet: „Mindestzins“, „Garantiezins“ und „Mindestrendite“ meinen nichts anderes als den Höchstrechnungszins. Dieser wiederum wird vom Gesetzgeber festgelegt und regelt, wie viel ein Lebensversicherer maximal versprechen darf.Derzeit beträgt der Höchstrechnungszins 3,25 Prozent und soll zum Jahresende auf 2,75 Prozent abgesenkt werden.
Nettoverzinsung und Nettorendite
Hierüber drückt der Versicherer aus, wie erfolgreich seine Kapitalanlage war. Über die Überschussbeteiligung erhält ein Kunde mindestens 90 Prozent hiervon. Es hängt jedoch auch entscheidend vom vertraglich festgelegten Tarif ab, was tatsächlich beim Kunden ankommt. Mehr Aussagekraft über die Ertragslage eines Versicherers bietet da die laufende Durchschnittsverzinsung.
Überschuss-Satz, Gewinnbeteiligung und Vertragsverzinsung
Hier kursieren derzeit Werte zwischen vier und sechs Prozent. Was gut klingt hat aber nur bedingt Aussagekraft über den tatsächlichen Ertrag eines Vertrages. Hilfreicher sind da Angaben über den Effektivzins eines Vertrages – hier kann sich ein Nachhaken durchaus lohnen.

